Die Nidwaldnerin Nina Christen hat am Freitag, 19. Juni, am Eidgenössischen Schützenfest eindrucksvoll unter Beweis gestellt, weshalb sie zu den erfolgreichsten Schweizer Athletinnen ihrer Generation zählt. Die Olympiasiegerin von Tokio 2021 erzielte in der Thomas-Domenig-Stadion mit zehn Schüssen das Maximum von 100 Punkten – eine makellose Leistung, mehr ist nicht möglich! Christen schrieb bei den Olympischen Spielen 2021 Schweizer Sportgeschichte, als sie zunächst mit dem Luftgewehr über zehn Meter die Bronzemedaille gewann und wenige Tage später im Dreistellungsmatch mit dem Kleinkalibergewehr Olympiagold holte. Drei Jahre später trug die Sportschützin an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Paris gemeinsam mit Mountainbike-Legende Nino Schurter die Schweizerfahne.
Ende 2025 erklärte Christen ihren Rücktritt vom Spitzensport. Ihre Karriere war geprägt von internationalen Erfolgen, Beharrlichkeit und aussergewöhnlicher Präzision. Dass sie diese Fähigkeiten auch nach dem Karriereende nicht verloren hat, zeigte sie in Chur eindrücklich. Der Auftritt der ehemaligen Olympiasiegerin verdeutlicht, dass am Eidgenössischen Schützenfest neben dem Breitensport auch der Leistungssport seinen Platz hat. Die Zuschauerinnen und Zuschauer bekamen eine Kostprobe jener Klasse zu sehen, mit der Nina Christen über Jahre hinweg die internationale Schiesssportszene geprägt hat.
