Volle Betten dank dem Eidgenössischen Schützenfest

Für die Bündner Hotellerie erweist sich das Eidgenössische Schützenfest 2026 als wichtiger wirtschaftlicher Impuls. Während eines Monats weilen tausende Schützinnen und Schützen sowie deren Begleitpersonen in Graubünden und sorgen für eine hohe Auslastung der Beherbergungsbetriebe. Das Schützenfest fällt dabei in eine für die Branche besonders attraktive Zeit: unmittelbar vor Beginn der eigentlichen Sommersaison.

Jürg Domenig, Geschäftsführer von HotellerieSuisse Graubünden, spricht von einem wichtigen Beitrag zur Auslastung der Bündner Hotels. «Das Eidgenössische Schützenfest kommt für unsere Hotellerie zum idealen Zeitpunkt. Direkt vor der Hochsaison füllen sich die Betten», sagt er. Besonders wertvoll sei dabei die Dauer des Anlasses. Anders als bei vielen Grossveranstaltungen, die sich auf wenige Tage beschränken, erstreckt sich das Schützenfest über mehrere Wochen. Voranreisen, Wettkämpfe an verschiedenen Schiessstandorten und zusätzliche Ferientage führen dazu, dass viele Gäste länger in der Region bleiben. Schützinnen und Schützen seien zudem zusammen mit ihren Begleitpersonen attraktive Gäste, die neben der Übernachtung auch Restaurants, Bars und touristische Angebote nutzen.

Ein weiterer Vorteil liegt in der geografischen Verteilung der Gäste. Die Nachfrage konzentriert sich nicht ausschliesslich auf Chur. Auch Hotels in den Regionen der weiteren Schiessstandorte profitieren von den zusätzlichen Übernachtungen. «Die positiven Effekte zeigen sich nicht nur rund um Chur, sondern auch in den Ortschaften der übrigen Schiessstandorte», sagt Domenig.

Positive Bilanz in den Churer Hotels

Besonders deutlich zeigt sich der Effekt in den Churer Hotels. Toni Curdin Foppa, Direktor des ESF2026-Partnerhotels «Stern», zieht eine äusserst positive Zwischenbilanz. «Das Schützenfest bietet für die Churer Hotellerie und Gastronomie enorme Wertschöpfung. Die Stimmung ist ausgelassen, gemütlich, gesellig und die Schützen begeistert von der Churer Gastfreundschaft.» Neben den wirtschaftlichen Effekten hebt Foppa auch die besondere Atmosphäre hervor, die der Anlass in die Stadt bringt. Während eines ganzen Monats herrsche in den Hotels und Gastrobetrieben ein lebendiges und zugleich familiäres Ambiente. Die gute Zusammenarbeit mit dem Organisationskomitee trage zusätzlich zum Erfolg bei. Dass die positiven Auswirkungen weit über einzelne Betriebe hinausgehen, beobachtet Foppa täglich. «Die gesamte Churer Gastroszene profitiert und blüht regelrecht auf. Bei meinen Besuchen in verschiedenen Betrieben sehe ich hohe Belegungen, gute Stimmung und motivierte Gastronomen. Das macht wahnsinnig Freude.»

Auch im Hotel «Chur» zeigt man sich erfreut über die zahlreichen Gäste aus der ganzen Schweiz. Die Inhaberfamilie Schmid durfte als weiteres ESF2026-Partnerhotel zahlreiche Schützenvereine beherbergen und ihnen die Kantonshauptstadt näherbringen. Zwar gehört der Juni traditionell zu den stärksten Monaten des Jahres, weshalb insgesamt nicht wesentlich mehr Übernachtungen als in anderen Jahren erzielt werden konnten. Betrachtet man jedoch ausschliesslich die durch das Schützenfest generierten Buchungen, fällt die Bilanz klar positiv aus. «Wir dürfen zahlreiche Schützenvereine bei uns willkommen heissen und somit unser Haus und Chur näherbringen», erklärt die Hoteliersfamilie. Die Wertschätzung für den Anlass sei entsprechend gross. «Wir sind überaus dankbar, dass es Vereine gibt, die uns solche Veranstaltungen nach Chur bringen. Unser Haus steht solchen Anlässen jederzeit positiv zur Verfügung.»

Für die Bündner Hotellerie zeigt das Eidgenössische Schützenfest eindrücklich, welche Bedeutung nationale Grossveranstaltungen für die Auslastung und Wertschöpfung haben können. Gerade in der Übergangsphase zur Sommersaison sorgen die zusätzlichen Gäste für volle Betten und stärken die wirtschaftliche Basis zahlreicher Betriebe im ganzen Kanton.